Hexenmuseum (Vardø)  - Wikipedia  Erstbeitrag von Alfred Werner Maurer  I 05.04.2012


Hexenmuseum (Vardø)

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Das Hexenmuseum in Vardø ist ein im Jahre 2011 vom Schweizer Architekten Peter Zumthor errichtetes Museum in der Fylke Finnmark in Norwegen. Einer der ältesten und östlichsten Siedlungen Norwegens. Die Kunst darin ist die vorletzte öffentliche Arbeit der 2010 in New York gestorbenen französisch-amerikanische Bildhauerin Louise Bourgeois.

Das Museum unweit des Polarmeeres erinnert an die Hexenverbrennung im 17. Jahrhundert. In Nordnorwegen stimmte man anders als im Süden in die zentraleuropäische Hysterie der Hexenverfolgung ein und ermordete im 17. Jahrhundert zahlreiche angebliche Hexen. In Vardø waren es 91.

1 Form [Bearbeiten]

Der Bauplan orientiert sich an lokalen Gegebenheiten. Die 120 Meter lange Holzkonstruktion erinnert an eine Fischtrockenanlage, auf denen Fische in der salzigen Meeresluft getrocknet werden. Auf felsigem Untergrund tragen weisse Stützen ein filigranes Dach. In die Holzkonstruktion mit dünnen Stahlseilen eingehängt der bootsförmige Museumsraum in Form eines überdimensioniertes auf der Längsseite aufgebockten Kajak. Über eine schlichte Eingangstür erschließt sich das Innere dieses länglichen Corpus. Im Gegensatz zum lichten Äußeren der dunkle Langraum. Der lange Gang wird von 91 kleinen Fenster und ebenso viele Glühlampen belichtet. Jede Glühlampe und daneben ebenso viele Texttafeln erinnern an die lokalen Mordopfer.

1.1 Annexbau [Bearbeiten]

In einem kleinen Pavillon neben dem Museum entwarf die Künstlerin Louise Bourgeois einen punktförmigen Bau (Mahnmahl), eine Verbeugung vor den 91 dokumentierten lokalen Opfern. Im Zentrum des mit schwarzen Glasplatten verkleideten Pavillon lodert in einem Kegelstumpf aus Beton eine Gasflamme. Diese brennt aus der Sitzfläche eines Stuhls. Sieben ovale Spiegel, die an rund fünf Meter hohen Masten befestigt sind bilden einen weiteren Kreis. Die Besucher bewegen sich zwischen Wall und Spiegel und können den Feuer speienden und doch nicht verbrennenden Stuhl direkt oder gespiegelt beobachten. Flamme und Wall stehen für den Scheiterhaufen.

2 Literatur [Bearbeiten]

„Zumthor ganz hoch im Norden“, in DBZ, Heft 2/2012, S.12 – Artikel über das von Peter Zumthor erbaute Vardømuseum.</ref> und östlichste Siedlung Norwegens.

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